Schon im ersten Teil konnte "Elling", der erfolgreichste norwegische Dramakomödien-Export, den es jemals gab, auf voller Breite überzeugen. Die Geschichte über den Ödipussi-Jungen, der mit Mitte dreissig immernoch bei Mutti in einer kleinen Wohnung wohnt (wie uncool - Bezug auf die Werbung einer grossen Bausparkasse...) ist einfach total realistisch und animiert, wenn er auch manchmal ziemlich traurig ist, zum Lachen!
Im zweiten Teil von Elling lädt seine Mutter ihn in den Urlaub nach Mallorca ein, was Elling absolut nicht schmeckt, der Flug, die komischen Menschen dort unten, die wilden und gefährlichen Krankheiten, alles schreit ihn förmlich an: "ELLING! Tu es nicht!" - seine Mutter kann ihn trotzdem überreden. Wie sollte es anders sein, auf Mallorca schlittert Elling von Panne zu Panne und drückt bei uns abwechselnd auf das Zwerchfell und die Tränendrüse.
"Elling - Nicht ohne meine Mutter" ist ein toller Film über einen Mann, der seine Mutter nicht loslassen will - und kann. Elling wird wiederholt von Per Christian Ellefsen gespielt, dem die Rolle quasi auf den Leib geschrieben ist. Eine schöner anspruchsvoller Film! #SL#