
Sowas nennt man wohl einen Überraschungshit: Mit dem ersten Ankh schaffte es ein Adventure aus deutschen Landen tatsächlich, den großen Klassikern gekonnt nachzueifern. Mit Herz des Osiris erscheint jetzt bereits relativ schnell eine neue Episode, eine echte Fortsetzung ist schon in Arbeit.
Zu Anfang sind wir genauso ratlos wie Assil, den wir erneut spielen. Er findet sich in einer Gasse wieder und hat einen ziemlichen Brummschädel. Das Ankh ist verschwunden und auch von Thara ist keine Spur zu sehen. Dass man bald herausfindet, dass Osiris im Besitz des Ankhs ist, macht die Lage nicht angenehmer, zumal man nicht verhindern kann, dass der Gott der Toten seine Diener erweckt.
Klingt alles ganz schlimm, ist es aber gar nicht, denn auch das Herz des Osiris erzählt eine alles andere als düstere Geschichte. Man findet viele Figuren aus Assils erstem Abenteuer wieder, die teilweise sogar ihren Beruf gewechselt haben. Kleiner Nachteil: Viele der Gags versteht man nur, wenn man den Vorgänger gespielt hat. Doch auch so gibt es jede Menge zu lachen. Als Beispiel wäre nur ein Moses genannt, der eine Fußballmannschaft teilt.
Auch spielerisch ist alles beim Alten geblieben. Man bewegt sich durch richtig schicke 3D-Hintergründe und steuert in fünf Kapiteln neben Assil noch Thara und dieses Mal sogar den Pharao. Selbst Einsteiger sind in maximal 10 Stunden beim hervorragenden Ende angelangt, was vor allem an den fairen Rätseln liegt. Diese sind dafür jetzt noch etwas abwechslungsreicher geraten.
Auch wenn die Figuren immer noch etwas kantig wirken, kann man sich über die verbesserten Animationen kaum noch beschweren. Selbstredend ist auch die Synchronisation wieder allererste Sahne, was aufgrund der herrlichen Dialoge auch ein Muß ist.