
Ein Action-Rollenspiel ganz ohne zusätzliche Waffen? Kaum zu glauben, aber wahr, denn in Blade & Sword wird der Sammeltrieb, der einen bei der Konkurrenz bei der Stange hält, nicht befriedigt.
Nach dieser Enttäuschung wird einem schnell klar, dass die Entwickler sich dabei etwas gedacht haben. Denn statt neuer Items gilt es, sich voll auf seine Kampffähigkeiten zu konzentrieren. Dazu wählt man sich einen von drei Charakteren, die entweder besonders stark oder besonders agil sind. Je nach Figur stehen einem dann Special Moves zur Verfügung, die zu besonderen Kombos zusammengefügt werden können. Und genau die sind es auch, die einen die anspruchsvollen Kämpfe durchstehen lassen. Denn die Gegner agieren sehr geschickt und funken gerne dazwischen, während man versucht, eine Kombo anzubringen.
Special Moves ergattert man sich über ein Skillsystem, in dem man Punkte innerhalb von vier Kategorien verteilen kann. Die einzelnen Fähigkeiten werden automatisch gesteigert, so dass der Spieler hier leider keinen Einfluss auf die Gestaltung des Charakters hat. Das hat man wiederum durch das Finden von Edelsteinen, die verschiedene Werte verändern können. Wenn man übrigens alle Skills in einer Kategorie hat, kann man einen Superskill anbringen, der durchaus alle Gegner vom Bildschirm fegen kann.
Neben dem Kampf ist in einem Rollenspiel auch die Geschichte von Bedeutung. Doch da das Spiel in China entwickelt wurde, ist die Übersetzung etwas holperig gelungen. Die Motivation muss also aus dem ausgefeilten Kampfsystem kommen. Nur problematisch, dass dieses spätestens dann eintönig wird, wenn man eine gelungene Kombo gefunden hat. Das drückt natürlich auch den Wiederspielwert, zumal man zum Ende des Spiels auch alle Skills erhält. Punkten kann wiederum die Grafik, die zwar nicht mehr zeitgemäss ist, dafür aber sehr abwechslungsreich gezeichnet wurde.