
Ein Spiel, welches einen Rowdy an einem britischen Internat in den Mittelpunkt stellt? Das klingt zuerst wie keine sonderlich gute Idee angesichts aktueller Jugendschutz-Debatten. Doch Canis Canem Edit (zu Deutsch "Hund frisst Hund") bietet einen eher satirischen Blick auf das Leben an der Bullworth Academy und nimmt sich oftmals selbst nicht Ernst.
Als Jimmy Hopkins hat man es nicht leicht. Von seinen Eltern vor dem Internat abgesetzt, muss man sich zuerst seine Stellung an der Schule erkämpfen. Eine kleine Schlägerei zu Anfang macht einem sofort klar, dass man sich vor den Aufsichtskräften in Acht nehmen sollte. Bei allen Verstößen gegen die Schulordnung wird man zum Direktor gerufen und darf zur Strafe eintönig den Rasen mähen. Also heisst es flüchten und sich in Spinden oder Papierkörben verstecken.
Doch was könnte einen zu solchen Taten motivieren? Vor allem die Aufträge, die man hauptsächlich an der Schule, aber auch in der angrenzenden Stadt erhält. Diese sind höchst abwechslungsreich. Da muss man mal die Köchin mit einer Schleuder beschützen oder sich in die Umkleidekabinen der Mädchen schleichen, um Unterwäsche zu klauen. Langweilig wird es nie, denn da wartet auch noch der Boxclub, Radrennen und natürlich der unweigerliche Unterricht. Hierbei handelt es sich um Minispiele. Im Chemieunterricht kann man das Herstellen von Stinkbomben üben, beim Sport seine Kampffertigkeiten steigern und in Englisch seine Fähigkeiten in Dialogen verbessern.
Der ansässige Hausmeister hat als Kriegsveteran auch noch so einige Kniffe auf Lager. Wem das an Möglichkeiten noch nicht reicht, kann in die Staddt ziehen, sich neue Klamotten kaufen, in der Spielhalle zocken oder sich einen neuen Haarschnitt zulegen.
Die Playstation 2 ist zwar etwas in die Jahre gekommen, zeigt aber, dass sie noch eindrucksvolles leisten kann. Gerade der Umfang des Spiels weiss zu begeistern, zumal man überall auf liebevolle Details stößt.