
Die aus Italien stammende Comic-Serie Martin Mystere kennt in Deutschland praktisch niemand und so ist es nicht verwunderlich, dass das erste Adventure dazu in Deutschland unter dem Titel "Das Eulemberg-Experiment" veröffentlicht wurde. Somit dürfen wir auch hierzulande den Archäologen Adam Quinn kennen lernen, der etwas an Indiana Jones erinnert, dessen deutscher Synchronstimme man auch in diesem Spiel lauschen darf.
Das Spiel fängt höchst banal an. Adam sucht den Schlüssel für seinen Schlafzimmerschrank, denn er würde sich gerne umziehen. Dumm nur, dass sein Diener ihm dabei nicht helfen will und so hat man es gleich mit dem ersten Rätsel zu tun. Der Lösung nähert man sich wie altbekannt durch das Einsammeln und Kombinieren von Gegenständen. Dieses geht allerdings nicht ganz so intuitiv wie bei der Konkurrenz von der Hand, was einen heutzutage doch etwas überrascht. Auch das Finden von Gegenständen ist eine zuweilen etwas mühselige Angelegenheit, hier mangelt es einfach an Komfort.
So langsam kommt die Geschichte dann aber in Fahrt, denn es gilt, den Mord an einem Kollegen aufzuklären. Dieser hat geheime Forschungen betrieben, die dafür sorgen, dass man mit Adam die halbe Welt bereist. Dabei trifft man natürlich auch auf jede Menge Personen, mit denen man sprechen kann. Die Dialoge haben zwar keine direkten Auswirkungen, sind dafür oftmals recht aufschlussreich und bringen die Geschichte weiter voran. Diesem Zweck dienen auch die Zwischensequenzen, die zwar im Comic-Stil gehalten sind, aber leider längst nicht so gut gezeichnet.
Ein Highlight des Spiels stellen die schönen Hintergründe dar. Wären die darauf laufenden 3D-Figuren genauso liebevoll gestaltet, könnte man auch leichter über die zwar professionellen, aber etwas unmotiviert klingenden Synchronsprecher hinweghören.