
In der Fortsetzung zum eher durchwachsenen und nicht ganz so bekannten In Memoriam macht man sich erneut auf die Suche nach dem Serienkiller Phoenix. Dieses Mal aber nicht in Gestalt von Jack Lorski, denn der wurde von genau diesem Mörder, den er einst verfolgte, umgebracht. Phoenix hat sein Verbrechen auf einer DVD aufgezeichnet, auf der sich viele Hinweise befinden, die es zu entschlüsseln gilt.
Meistens hat man es mit Minispielchen zu tun. Diese reichen von sehr einfach bis äusserst knifflig, sind aber stets schaffbar. Klassische Adventure-Rätsel gibt es nicht, daher verfügt man auch über kein Inventar. Was es dafür gibt, sind Knobeleien ganz neuer und ganz innovativer Art. Sehr oft muss man auf die Hilfe einer Suchmaschine zurückgreifen. Sei es Google, Yahoo oder MSN, mit ihrer Hilfe findet man die Seite, welche einem die nächste Spur liefert. Wer nicht weiterkommt, sollte mal in sein Postfach gucken. Detektivkollegen schicken einem von Zeit zu Zeit Tipps, wo man suchen sollte.
Doch Vorsicht: Auch Phoenix hat einen Email-Account und hier vermischt sich auf faszinierende Weise Realität und Spiel, wenn man von ihm Drohungen geschrieben bekommt. Und so ist Das letzte Ritual auch kein Spiel, welches in Kinderhände gehört. Die Videosequenzen sind verstörend inszeniert und sparen nicht mit blutigen Details.
Auch wenn man optisch nicht viel geboten bekommt, erfüllen gerade die Filmschnipsel ihren Zweck. Das liegt auch an den Schauspielern, die ihren Job recht ordentlich machen. Sound und Musik passen bestens dazu und lassen nur die Empfehlung zu, das Spiel möglichst abends zu spielen und die unheimliche Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.