
Wer heutzutage noch ein Hack'n Slay-Rollenspiel veröffentlicht, muss sich schon etwas einfallen lassen, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Demon Stone setzt daher auf Stil, und zwar eine Menge davon.
Doch bevor wir uns der bombastischen Präsentation zuwenden, ein paar Worte zur Story. Auch hier liess man nichts anbrennen und engagierte einen bekannten Autoren von Forgotten Realms-Romanen. Zwar hat man es auch hier mit dem üblichen Kampf einiger Auserwählter gegen verdammt üble Schurken zu tun, aber gerade die Bösewichte sind interessant gestaltet, da sie sich nämlich gegenseitig auch nicht gerade mögen.
Also tritt man mit seiner kleinen Party an, das Böse wieder in den Demon Stone zu verbannen. Dazu stehen einem drei Kämpfer zur Verfügung. Rannek ist ein kompromissloser Barbar, Illius ein Zauberer der alten Schule und Zhai vermag es, sich in den Schatten zu verstecken. Zwischen den drei Charakteren kann man während der actiongeladenen Kämpfe ständig umschalten, die anderen Partymitglieder übernimmt recht geschickt der Computer.
Auch wenn Demon Stone seinen Schwerpunkt auf kompromissloses Metzeln legt, geht es doch über reines Knopf-Gedrücke hinaus. Nur wer die Feinheiten der Steuerung lernt, wird auch gegen die schweren Oberbosse bestehen können. Fernkampf, Nahkampf, Supermoves, Team-Moves und Charged Attacks sind nur ein Auszug aus dem Repertoire der Kämpfer. Natürlich hat jeder Charakter seine Vorteile, grundsätzlich hat man aber die einfachen Angriffe schnell erlernt.
So spannend die Kämpfe gegen die scheinbare Übermacht von Gegnern auch sind, der absolute Hammer liegt in der Präsentation. Man bekriegt sich vor gewaltigen Schlachtengemälden, die selbst Herr der Ringe etwas blass aussehen lassen.