Als Ego-Shooter hat man es heutzutage schwer: Man muss verdammt gut aussehen, gut gescriptete Ereignisse und einen spannenden Multiplayermodus bieten. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, schickt Ascaron bei Devastation einige interessante Features ins Rennen.
So sorgt die neueste Version der Unreal-Engine für die Grafik. Die Missionen bestreitet man mit bis zu zehn Kameraden und im Mehrspielermodus gibt es einen brandneuen Modus, Territorie. Das klingt alles schön und gut, doch worum geht es überhaupt in Devastation?
Im Jahre 2075 wird die Welt von den Konzernen regiert und die Bürger unterdrückt. Sie spielen den Anführer einer Rebellengruppe, die nun nach mehreren kleinen Anschlägen zum grossen Schlag ausholt. Mehr muss man eigentlich nicht wissen, die weitere Story ist auch eher belanglos. Unglücklicherweise muss man ähnliches vom Leveldesign sagen. Während der Anfang noch ganz spannend ist, flachen die Missionen später etwas ab und die Aufgabenstellung wiederholt sich desöfteren.
Entschädigt wird man dafür mit einer tollen Atmosphäre. Auch wenn die Level nicht sehr futuristisch aussehen, so scheint überall die Endzeit-Stimmung durch. Hier sei auch nochmal die tolle Grafik gelobt. Weniger Begeisterung kommt dann bei der KI auf, die leider nicht immer das tut, was man von ihr erwartet. Das betrifft gleichermassen Gegner und Verbündeter.
Trotzdem: Dank des spannenden Mehrspielermodus, den schicken Levels und dem einen oder anderen netten Einfall ist Devastation für Freunde von Taktik-Shootern sicherlich eine Empfehlung wert. Man sollte sich nur nicht die Referenz in diesem Genre erwarten, denn dann ist Spaß garantiert.