
Entdeckung, Handel, Krieg und Diplomatie - wieder wurden diese vier
Spielkonzepte von Paradox Games in ein Europa Universalis vereint. Es spielt als eines von wenigen Spielen zwischen Mittelalter und Neuzeit. Spannend schafft es EU 3 die Stimmung der Zeit einzufangen. Fast tausend Jahre hat Europa im dunklen Mittelalter geschlafen. Nun liegt es am Spieler, beim Erwachen der mächtigen europäischen Nationen die Führung im Kampf um Amerika, den religiösen Debatten und dem kulturellen Errungenschaften zu erlangen.
Paradox bietet dem Spieler alle Möglichkeiten, diese Ziele zu verfolgen. Das Gameplay ist interessant, an vielen Stellen auch innovativ. So ist das Diplomatie-Modell von Europa Universalis mit seinen vielen Optionen und Herausforderungen vielleicht sogar das ausgereifteste Modell überhaupt. Die Geschichte ist gut eingefangen und auch verständlich dargestellt. Einziges Manko: Die lange Eingewöhnungszeit.
Das erste Mal probiert sich Paradox mit seinen Strategiespielen an einer dreidimensionalen Karte. Dies ist auch sehr gut gelungen und schafft Atmosphäre. Die Animationen sind einfach gehalten und der Spieler hat alles im Blick, was er sehen muss. Die Sounduntermalung ist passend und schafft viel Atmosphäre, besonders da er für die einzelnen Fraktionen angepasst ist.
Europa Universalis kann nicht nur mit seinem Singleplayer bestechen, sondern auch mit einem umfangreichem Multiplayermodus. Jeder Spieler übernimmt eines der Länder und schon geht der Spaß los: Wird Venedig Mailand erobern? Wird Spanien oder England zuerst Amerika besiedeln? Wer hat die größere und schlagfertigere Armee?
Europa Universalis eignet sich aber Aufgrund seiner Länge leider nur schwer für Netzwerkparties, aber eine regelmäßige wöchentliche Online-Runde kann dennoch begeistern.