
Rundenbasierte Strategiespiele sind in letzter Zeit etwas aus der Mode gekommen. Allerdings hat Worms erfolgreich gezeigt, dass geplantes Vorgehen eine Menge Spaß machen kann. In die gleiche Kerbe schlägt Future Tactics, welches sich aber trotzdem in einigen Punkten vom vermeintlichen Vorbild unterscheidet.
Zum einen wäre da eine richtige Hintergrundgeschichte. In der Zukunft ist die Erde von kleinen grünen Aliens versklavt worden, von denen allerdings niemand weiss, woher sie kamen. Man verfolgt nun das Schicksal des jungen Rebellen Low und seiner Familie, die versuchen, die außerirdischen Invasoren zurückzudrängen. Die Story bietet etwas Humor, etwas Spannung, ganz großes erzählerisches Niveau wird allerdings nicht geboten.
Neben der Kampagne gibt es noch einen Trainings- und einen Multiplayer-Modus. Während das Training selbsterklärend sein dürfte, muss zum Mehrspieler-Modus noch gesagt werden, dass man hier auf einem Bildschirm abwechselnd kämpft. Das funktioniert auch ganz gut, da man ja nicht gleichzeitig zieht. Dieses Spielprinzip zieht sich natürlich durch alle Modi.
Einer der eigenen Spieler fängt an und richtet sein Fadenkreuz aus. Anschliessend muss man noch zwei Linien richtig übereinander ausrichten um möglichst genau zu zielen. Das System klingt komplizierter als es ist und ist innerhalb kurzer Zeit gemeistert. Im Level lässt sich grundsätzlich alles zerlegen. Zusammen mit der Möglichkeit, das Gelände einzuebnen, ergeben sich ständig neue Strategien. Kleines Manko: Jeder Spieler hat nur seine eigene Waffe, eine Auswahl gibt es nicht. Als kleinen Ausgleich finden sich immer wieder Waffenupgrades.
Grafisch überzeugt Future Tactics vor allen Dingen mit dem durchgängigen Comic-Look, farbenprächtigen Explosionen und netten Wettereffekten.