
Vorbei ist die Zeit, in der wir nicht wussten, was wir zwischen Kinderkarten und Rente anstellen würden, um zu Ruhm und Ehre zu erlangen. Mit dem zweiten Teil von Galactic Civilizations wird uns die Entscheidung leicht gemacht. Nach Feuerwehrmann, Polizist und Astronaut ist der Traumberuf von heute: Herrscher des unendlichen Weltalls.
Fast unendliche Steuerungsmöglichkeiten bieten jede Menge Spaß in vielen galaktischen Abenteuern. Am Anfang steht die Auswahl der Rasse, bei denen neben gigantischen Insekten und seltsamen Kreaturen auch eine eigene Sippe erschaffen werden kann. Durch diverse Einstellungen, deren Handhabung am Anfang etwas unübersichtlich erscheint, kann man sich auf Diplomatie oder Krieg spezialisieren, Handel treiben, forschen und siedeln. Runde für Runde baut man so, ganz ohne Zeitdruck, ein Imperium auf.
Gewiss verlangt es Übung, aber nach ein paar Probespielen lässt der Sieg nicht lange auf sich warten. Für diesen gibt es dann auch vier Bedingungen, basierend auf erforschten Technologien, Beeinflussung, Diplomatie oder Eroberung.
Wunderbar ist auch, dass die Spiellänge sich ganz leicht regeln lässt. In einem Spiel mit geringer Feldgröße ist es durchaus möglich, ein Spiel an einem Abend zu beenden. In einem riesigen Universum kann man dagegen ohne Probleme mehrere Tage damit verbringen, das Imperium reifen zu lassen. Schade allerdings ist, dass man nicht direkt in den Kampf eingreifen kann, sondern sich vorgerenderte Szenen anschaut.
Grafisch werden keine Effektorgien geboten, doch das Design der Kreaturen und Raumschiffe weiss zu gefallen.