
Wer mit dem Namen Gauntlet nichts anfangen kann, dem sei gesagt, dass es sich hierbei um den Urvater des kooperativen Gameplays handelt. Auch die neueste Auflage verlässt sich auf dieses Spielprinzip.
Was ein echtes Actiongekloppe ist, das braucht keine ausgefeilte Story. Deshalb sollte man sich nicht allzulange mit der abstrusen Geschichte um einen König aufhalten, der seine Helden an einen Baum ketten lässt, es sich anders überlegt und diese schließlich in die Schlacht schickt. Also wählt man sich einen Charakter aus den Klassen Magier, Walküre, Krieger oder Waldläufer. Diese unterscheiden sich in der Spielweise kaum, so ist die Walküre nur die weibliche Version des Kriegers und der Magier ersetzt die Pfeile des Waldläufers durch Geschosse.
Und so metzelt man Gegner um Gegner nieder, die meistens schon mit den Standardattacken in Schach gehalten werden können. Nur gelegentlich muss man zu den Spezialattacken greifen. Für etwas Abwechslung im streng linearen Gameplay sorgt die Möglichkeit, gegen erspielte Punkte neue Fähigkeiten zu erwerben. Schade nur, dass man während des Spiels die Charaktere nicht mehr wechseln kann, auch nicht nach einem unfreiwilligen Tod.
Somit stellt sich bei Solisten bereits nach kurzer Zeit Routine ein. Doch Gauntlet stand schon immer für Multiplayerspaß und das ist auch in Seven Sorrows der Fall. Wenn man sich gemeinsam vor der Konsole versammelt, ergänzt man sich und entwickelt zusammen eine Spieldynamik, die über das schlichte Gameplay hinwegtröstet.
Grafisch gibt es keine Besonderheiten zu vermelden. Effekte, Umgebungen, Animationen, alles solide, ohne einen aber vom Hocker zu reissen. Gleiches lässt sich auch über die akustische Untermalung sagen.