
Während wir es in der Vergangenheit in Tom Clancy-Spielen zumeist mit Terroristen zu tun hatten, geht es dieses Mal gegen die größenwahnsinnig gewordene nordkoreanische Regierung. Auch ansonsten hat man am Spiel gefeilt und Schwierigkeitsgrad sowie Actiongehalt erhöht.
Trotzdem werden sich Ghost Recon-Veteranen keineswegs verloren fühlen. Die Steuerung ist gewohnt eingängig. Befehle werden über das Digi-Kreuz ausgewählt und erteilt. Waffe abfeuern, Geschütz besetzen oder eine bestimmte Position einzunehmen geht schnell von der Hand. Etwas schwieriger ist da schon das Spiel selbst. Einfach mal ballern ist noch weniger als im Vorgänger empfehlenswert. Jede Deckung will genutzt werden, denn Scharfschützen sind in vielen Missionen allgegenwärtig. Wer nur einmal zu forsch rangeht, könnte bereits mit einem Schuß niedergestreckt werden und muss sich wieder vom letzten Speicherpunkt vorarbeiten.
Die 15 Missionen für den Solo-Modus sind alle hervorragend designt. Abwechslung wird großgeschrieben, mal kämpft man sich durch individuell gestaltete Gebäude, dann kriecht man durch hohes Gras um schliesslich auf einen Helikopter zu treffen. Zwischendurch gibt es immer wieder Cut-Scenes, die oftmals rasant inszeniert in das Spiel übergehen.
Mindestens genauso gut gelungen ist der Multiplayer-Modus. Nicht nur, dass man bis zu 16 Xbox-Konsolen miteinander verkabeln kann und sich an einer Konsole im Splitscreen bekämpfen kann, nein, online hat man die Wahl zwischen 17 Spielmöglichkeiten. Komfort wird dabei großgeschrieben, bis zur Bildung von Clans ist alles möglich.
Wie der Vorgänger brilliert Ghost Recon 2 auch technisch. Waffengeräusche und Hintergrundmusik sorgen zusammen mit der hervorragenden Grafik für ordentlich Atmosphäre.