
Ein Bond-Spiel ohne James Bond? Richtig, denn Goldeneye - Rogue Agent ist in vielerlei Hinsicht etwas anders als seine Vorgänger. Als 00-Agent, der in den Dienst von Goldfinger übergelaufen ist, hat man von seinem neuen Geldgeber den Auftrag erhalten, gegen Dr. No vorzugehen.
Das geschieht natürlich auf die gewohnt rabiate Weise, wobei Goldeneye seinen Schwerpunkt noch stärker auf pure Action legt als es beim Kollegen 007 noch der Fall war, der auch mal bedächtiger zu Werke ging. Dazu steht ihm ein großes Arsenal zur Verfügung. Große Neuerung: Die meisten Waffen können sogar beidhändig gehalten werden. Ausnahmen gibt es dabei auch, denn auch dem durchtrainiertesten Agenten dürfte es schwer fallen, einen Raketenwerfer in einer Hand zu halten.
Die geballte Ballerkraft ist oftmals aber gar nicht nötig, da die Gegner nur wenig raffiniert vorgehen. Wer etwas gefordert werden will, sollte daher auf den niedrigsten Schwierigkeitsgrad verzichten. Neben durchschlagskräftigen Wummen gibt es auch noch zwei neue Gadgets. Zum einen verfügt man jetzt über einen Schutzanzug, der sich wieder auflädt, wenn man einige Zeit nicht getroffen wurde. Zum anderen wurde einem das titelgebende Auge implantiert, welches im Verlauf des Spiels immer weitere Fähigkeiten hinzugewinnt. Während man zu Anfang durch Gegenstände hindurchsehen kann, kann man später unter anderem Systeme hacken.
Bei einem Shooter dürfen natürlich auch zünftige Multiplayer-Duelle nicht fehlen. In fünf Spielmodi geht es offline und online zur Sache, gerade die Xbox Live-Einbindung ist wie immer unkompliziert gelungen. Auch ansonsten kann man technisch nicht meckern. Das Spielgeschehen bleibt stets flüssig, die Level sind meistens abwechslungsreich gestaltet.