
Wie schon Liberty City Stories spielen auch die Vice City Stories einige Jahre vor den Geschehnissen des Klassikers aus der GTA-Reihe. Dieses Mal ist mal als Vic Vance unterwegs, dessen Bruder Lance so mancher sicherlich noch kennen wird.
Wer die Stadt bereits von früher kennt, wird am meisten zu staunen haben. Einige Gebäude sehen anders aus, andere sind noch nicht fertiggebaut und so macht das Auskundschaften des riesigen Areals besonderen Spaß, auch wenn man wie gehabt nicht von Anfang an überall hin darf. Um sich zu bewegen, stehen einem eine Vielzahl von Vehikeln zur Verfügung. Neben Sportwagen können das Gabelstapler, diverse Motorräder oder später sogar Helikopter und Jet-Ski sein. Dass Vice City Stories ein Spiel der Vielfalt ist, zeigt sich auch an den Missionen. Da muss ein Rennen gewonnen, ein Bordell gelöscht, eine Gang vom Helikopter aus beschossen oder auch nur Alkohol verladen werden. Langweilig wird es selten, auch wenn es ein paar Standard-Aufträge gibt, bei denen man unter anderem einfach nur Nutten hin- und herkutschieren muss.
Wer möchte, kann sich auch selbst ein komplettes Imperium aufbauen. Dazu entledigt man sich der Bewacher eines Gebäudes und setzt dort Bordell, Kreditinstitut oder Schutzgeldzentrale in einer von drei Größen rein. Ab da fliesst automatisch Geld in die Kassen und man kann beim Erwerb von Schießprügeln zu den exklusiveren Angeboten greifen. Da es relativ häufig zu Schusswechseln kommt, ist das auch anzuraten. Denn wer sich erst einmal auf den Nahkampf verlassen muss, ist meist verloren, so umständlich lässt sich dieser steuern.
Auch technisch gibt es ein paar Probleme. Zwar glänzt Vice City Stories grundsätzlich mit toller Grafik und schicken Effekten, dafür ist die Sichtweite so niedrig wie in noch keinem GTA-Spiel. Als kleine Entschädigung dafür gibt es aber immerhin die gewohnt hervorragende Musikuntermalung.