Das erste GTR richtete sich auf keinen Fall an Gelegenheitsspieler. Die anspruchsvolle Steuerung, die Einstellmöglichkeiten und die realistische Fahrphysik führten dazu, dass sich hauptsächlich Profis mit dem Rennspiel wohlfühlten.
GTR 2 versucht nun, es auch dem anderen Lager halbwegs rechtzumachen. Zwar sind die Menüs immer noch unübersichtlich, verschiedene Schwierigkeitsstufen und Fahrhilfen ermöglichen aber auch Fahranfängern Erfolgserlebnisse. Als weitere und dazu noch sehr ausführliche Hilfe steht die Fahrschule zur Verfügung. In ganzen 140 Lektionen kann auch der Profis einiges dazulernen. Neben der eigentlichen Übung werden auch viele Tipps gegeben, welche einem bei den eigentlichen Rennen mehr als nützlich sind.
Wer heizen will, hat dabei die Qual der Wahl. Neben dem Training locken Zeitrennen, Meisterschaften, Rennwochenenden und 24-Stunden-Rennen. Neben realen Veranstaltungen werden dabei auch fiktive geboten. Die Wagen indes sind allesamt echt, seien es Modelle von Porsche oder BMW. Auch die Strecken wurden exakt ihren Vorbildern nachempfunden und zu den bekannten des ersten Teils gesellen sich noch vier weitere.
Das eigentliche Rennen erinnert dann doch größtenteils an den Vorgänger. Weiterhin wirkt das Fahrverhalten unglaublich authentisch, neben wechselnden Wetterbedingungen verändert auch abgefahrener Reifenbelag die Beschaffenheit des Untergrunds. Die Fahrphysik wirkt noch nachvollziehbarer und dadurch gleichzeitig etwas entschärft. Das alles wird einem übrigens im jetzt ebenfalls sehr attraktiven Multiplayer-Modus geboten.
Optisch bleiben kaum noch Wünsche offen. Gerade die Fahrzeugmodelle sind so gelungen, dass sie einem Foto entsprungen sein könnten. Regentropfen, Wettereffekte und detaillierte Umgebungsgrafik sorgen dafür, dass man dem Gefühl, wirklich in einem Rennboliden zu sitzen, sehr nahe kommt.