
Die neueste Guild Wars-Kampagne setzt genau bei den Features an, welche auch schon die Vorgänger zu den beliebtesten Vertretern der Online-Rollenspiele gemacht haben. Auch weiterhin muss man keine Abo-Gebühren bezahlen, was besonders Gelegenheitsspieler freut.
Und auch das eigentliche Spielkonnzept ist natürlich gleichgeblieben. In Ortschaften deckt man sich bei Händlern ein und verteilt seine Fertigkeiten neu. Hier sucht man ausserdem Gefolgsleute, welche einem bei den Missionen helfen oder zieht mit menschlichen Mitstreitern los. Ganz neu in Nightfall sind die Helden. Diese darf man nun auch individiduell ausrüsten, ihre Fertigkeiten bestimmen und Verhaltensmuster festlegen. Ausserdem haben sie deutlich mehr Persönlichkeit als die Gefolgsleute und zicken sich sogar gegenseitig an.
Doch nicht nur durch hierdurch nähert sich das neueste Guild Wars dem Erlebnis eines Offline-Rollenspiels stärker an als je zuvor. Da wäre vor allem die Story zu nennen. Diese ist komplexer und wird in dramatischeren Zwischensequenzen erzählt als in den Vorgängern und wirkt dadurch weniger wie ein aufgesetztes Beiwerk um die Missionen miteinander zu verbinden. Und auch diese sind nun viel interessanter und bestehen nicht mehr alleine darin, Monster auszulöschen und Gegenstände herbeizuschaffen. Stattdessen muss man auch mal ein Trinkspiel bestehen oder eine Geschichte in einem kleinen Theaterstück erzählen.
Neben erweiterten Möglichkeiten, Gegenstände aufzuwerten, finden sich auch zwei neue Klassen. Die Derwische heizen mit ihrer imposanten Sense gleich mehreren Gegnern auf einmal ein, während ein Paragon über Unterstützungsfertigkeiten verfügt, die allerdings nicht als Zauber gelten und somit auch nicht neutralisiert werden können, ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Auch auf schwächeren Rechnern feuert Nightfall ein grafisches Feuerwerk ab. Wunderschöne, weitläufige Landschaften wechseln sich ab mit lichtdurchfluteten Gebäuden, durch die fantasievoll gestaltete Kreaturen ziehen.