
Half-Life 2 hat die Spieler mit einem unglaublich dramatischen, aber zugleich auch sehr unbefriedigendem, Ende konfrontiert. Der Reaktor der Zitadelle war gerade am Explodieren und Alyx mittendrin. In der ersten Episode der Fortsetzung geht es genau an dieser Stelle weiter. Die mysteriösen Vortigonen halten scheinbar die Zeit an und befreien Alxy und Gordon. Die Beiden müssen sich nun durch die Zitadelle kämpfen und die Explosion des Reaktors dieses Mal aufhalten.
Diese Ereignisse werden noch spektakulärer in Szene gesetzt, als man es vom Vorgänger gewohnt ist. Das liegt insbesondere an den massiv eingesetzten gescripteten Ereignissen. Da schmeisst Alyx' Helfer Dog mit Autos um sich oder Combines werden von Brücken gesaugt. Und bei allem begleitet einen Alyx, deren Rolle jetzt sehr viel ausgeprägter ist. Sie gibt einem Feuerschutz, betätigt sich als Hackerin und kommentiert fortwährend das Geschehen. Wenn man durch eine dunkle Tiefgarage schleicht und das Licht der Taschenlampe ausgeht, fragt sie sogar, ob man noch da wäre.
Damit stellt das enorm überzeugende Verhalten von Alyx noch die größte Neuerung in Episode 1 dar. Neue Waffen - Fehlanzeige. Dafür darf man sich dieses Mal noch etwas länger mit der Gravity Gun austoben, die auch wieder für diverse Rätsel herhalten darf. Immerhin haben die Gegner Zuwachs erhalten. Die Zombines sind allerdings nur schnellere Varianten der Zombies, die dazu ganz gerne mit Granaten um sich schmeissen.
Die Schauplätze sind größtenteils altbekannt. Dafür ist das ganze Spielvergnügen sehr straff organisiert, Leerläufe nicht aufzufinden, da wirklich ständig etwas los ist, zumal jetzt wirklich jede Partei gegeneinander kämpft. Dafür ist technisch einiges passiert. Besonders die neuen Lichteffekte katapultieren das neue Half-Life wieder an die Spitze der Grafik-Orgien. Und wer über ein Surround-System nebst Breitbild-Monitor verfügt, wird mit einem Spielerlebnis wie im Kino verwöhnt.