
Nur ein halbes Jahr nach Erscheinen des Hauptspiels ist mit Hammers of Fate bereits die erste Erweiterung erschienen. Da mag sich mancher denken, dass dies ein Schnellschuss wäre, bei dem nicht allzuviel passiert sein könnte. Doch das genaue Gegenteil ist der Fall, denn neben neuen Inhalten gibt es auch spielerische Ergänzungen.
Am augenfälligsten ist indes die neue Fraktion der Zwerge. Ihre Städte bauen sie idyllisch in der Nähe von Vulkanen und auch ansonsten haben sie so ihre Eigenheiten. Da wäre der Umgang mit Zaubern. Statt Sprüche zu wirken, stehen den Zwergen Runen zur Verfügung. Diese aktiviert man zu Gunsten der Kreatur, die gerade am Zuge ist, muss dafür aber mit Rohstoffen bezahlen. Auch die Talente der neuen Einheiten sind interessant. Die Schwarzbärenreiter können Feinde zurückstoßen und die Speerwerfer können durch eine Senkung der Initiative Einheiten verlangsamen.
In den drei Kampagnen mit insgesamt fünfzehn Missionen steuert man nicht nur die Zwerge. Auch das Greifenimperium und die Dunkelelfen wollen gelenkt werden und überraschen ebenso mit neuen Kreaturen und Artefakten. Eine große Schwäche von vielen Erweiterungen findet sich bei Hammers of Fate glücklicherweise nicht. Denn wo anderswo die Story viel zu kurz kommt, ist die Geschichte um die fanatische Königin Isabel in diesem Fall spannender als im Hauptspiel.
Mit den Karawanen hat es darüber hinaus sogar ein gänzlich neues Element ins Spiel geschafft. Diese transportieren Truppen eigenständig zwischen den Städten des Spielers, so dass man jetzt nicht mehr händisch einen Helden dazu abstellen muss.
Grafisch und akustisch hat sich ausser den neuen Schneelandschaften nicht viel getan. Fantasievolle Kreaturen, wunderbare Musik, hervorragende Sprachausgabe, diese Tugenden machen auch das Addon aus.