
Ein Überraschungserfolg er war, der erste Teil von Lego Star Wars. Wer konnte auch ahnen, dass es soviel Spaß machen würde, mit Lego-Figuren die Abenteuer des jungen Obi-Wan Kenobi nachspielen zu können? Doch wer hat sich nicht gleichzeitig gewünscht, dass auch die klassische Trilogie mal durch den Kakao gezogen wird? Genau das ist mit dem Nachfolger in Erfüllung gegangen.
Während man also die Handlung von Episode 4-6 nachspielt, trifft man auf 70 Charaktere, darunter natürlich auch solch illustre Gestalten wie Han Solo, Darth Vader oder Luke Skywalker - und alle stilecht als Lego-Figuren nachmodelliert. Doch natürlich wird nicht nur stur nachgespielt. Es erstaunt viel mehr, wieviele Details abseits der eigentlichen Handlung eingebaut wurden. Da überrascht man schon einmal Stormtrooper im Whirlpool oder begegnet Todesstern-Bauarbeitern bei ihrer Kaffeepause. Ebenso liebevoll sind auch die superwitzigen Zwischensequenzen inszeniert, denn da die Lego-Figuren nicht sprechen können, wird an Slapstick nicht gespart.
Unter der äusserst lustigen Fassade verbirgt sich aber dennoch ein ausgewachsenes Spiel. Man ist mit einem Team von bis zu sechs Mitstreitern unterwegs, die allesamt ihre eigenen Fähigkeiten haben. So kann R2D2 Maschinen bedienen, was bei der Lösung so manchen Rätsels äusserst hilfreich ist. Diese lassen sich aber auch oft über das Zusammenbauen von Legosteinen lösen - Brücke gebaut und weiter geht es. Gelegentlich darf man dann sogar einen X-Wing oder andere Fluggeräte besteigen. Die umständliche Steuerung ist dabei einer der wenigen wirklichen Kritikpunkte am Spiel.
Die Optik orientiert sich natürlich vollkommen an den bekannten Lego-Klötzen. Umso erstaunlicher wie schick die Figuren allesamt gestaltet und animiert wurden, alles wirkt wie aus einem Guss. Natürlich darf auch die Original-Musik nicht fehlen, um das Star Wars-Universum mit der Lego-Welt zu verbinden.