
So mancher fasst sich an den Kopf. Simples Gameplay und 2D-Grafik - wer soll das denn noch spielen? Im Falle von Metal Slug erstaunlich viele, was einfach an den liebevollen Animationen, der fetten Dauer-Action und den kuriosen Einfällen liegt, welche die Serie schon immer auszeichneten.
Viel Neues darf man auch im neuesten Teil nicht erwarten. Immerhin hat man sich zu einer rudimentären Story um Cyber-Terrorismus hinreissen lassen, die im weiteren Spiel aber kaum von Belang ist. Stattdessen gibt es hauptsächlich eines: Ballern, ballern, ballern.
Damit es dabei richtig zur Sache geht, gibt es jede Menge Waffen zum Aufsammeln. Raketenwerfer und Maschinengewehr feuern dabei in einer aberwitzigen Geschwindigkeit und führen zu beeindruckenden Explosionen. Dabei bleibt eines der Hauptmerkmale der Serie auch im vierten Teil erhalten: Es ist einfach immer etwas auf dem Bildschirm los. Herumlaufende Soldaten, Hintergrundanimationen, Wasserfontänen, hier wird gezeigt wie vielfältig und schön 2D-Animationen sein können.
Für weitere Abwechslung sorgen nicht nur die abgefahrenen Bossgegner, sondern die immer wieder vorkommenden Fahrzeuge, in denen man aus allen Rohren ballern kann. Ganz besonders viel Gaudi kommt auf, wenn sich zwei Leute gemeinsam durch die Level bewegen. Da wird um Waffen gestritten und natürlich auch, wer in die Vehikel steigen darf. Neben den gelegentlichen Abzweigungen ist das auch eine weitere Maßnahme, um den Spaß an dem eh sehr kurzen Spiel zu verlängern.
Fans von traditionell animierten Spielen, die vor allem durch liebevolle Animationen und detaillierte Hintergründe glänzen, werden an Metal Slug 4 wieder ihre wahre Freude haben. Schade nur, dass man doch einiges aus den Vorgängern kennt.