
Unter den Launch-Titeln der PS3 stellt Motorstorm wohl eindeutig das grafische Highlight dar. Hier darf die Konsole beweisen, was sie drauf hat. Glücklicherweise stimmt es auch aber in spielerischer Hinsicht.
Das Motorstorm-Festival findet in den staubigen Wüsten Amerikas statt. Um an den 21 Wettbewerben teilzunehmen, gilt es, Tickets einzusammeln. Klingt nach viel, begrenzt sich aber letzten Endes auf gerade einmal acht Kurse. Diese sind dafür aber hervorragend gestaltet. Im Gegensatz zu vielen anderen Rennspielen sind die Strecken viel weitläufiger. Man kann entweder durch die Schlammgrube fahren oder über die Rampe springen und den trocken-staubigen Abschnitt wählen. Somit wirkt der ganze Rennablauf sehr authentisch, so actiongeladen das Gameplay auch sein mag.
Denn Motorstorm ist keine Simulation. Es geht darum, Gas zu geben und den Boost richtig einzusetzen. Gerade in der Pilotenansicht ergibt sich hier ein Spektakel ohnegleichen, wenn der Schlamm gegen die Windschutzscheibe klatscht, die Sicht verschwimmt und der Staub aufgewirbelt wird. Aber auch wenn das Hauptaugenmerk auf der Action liegt, kommt der Realismus nicht zu kurz. Ob man sich für Quad, Bike, Truck oder Buggy entscheidet, die Fahrzeuge verhalten sich genauso wie man es erwarten würde. Physikalische Zusammenhänge werden korrekt berechnet und führen zu beeindruckenden Szenen, wenn ein Pulk von Rennvehikeln aufeinander stößt.
Der Solomodus unterhält eine geraume Weile, danach vermisst man weitere Spielmodi und einen Splitscreen. Online warten zwar jede Menge Kontrahenten, doch es ist nicht immer leicht, schnell in ein Rennen zu kommen.
Technisch zeigt Motorstorm was momentan so möglich ist. Die PS3 geht trotz des enormen Detailreichtums nie in die Knie und gerade die sich durch den Schlamm verändernden Strecken sorgen für offene Münder. Der Soundtrack mit Größen wie Nirvana rundet das Paket gut ab.