
Es ist soweit. Nachdem Myst es vor vielen Jahren geschafft hat, dass auch Nicht-Spieler sich zum Zocken vor einen Computer gesetzt haben, erscheint mit dem fünften jetzt auch der letzte Teil der Reihe.
Wer die Vorgänger nicht gespielt hat, wird sich zu Anfang etwas verloren vorkommen. Der Held ohne Namen, den man ein weiteres Mal verkörpert, bestimmt das Schicksal einer ganzen Zivilisation. Um die D'ni zu retten, stehen ihm Yeesha und Esher zur Seite, deren Absichten nicht ganz eindeutig sind und die einen mit sich widersprechenden Aussagen oftmals eher verwirren als einem zu helfen.
Und Hilfe könnte man öfters gebrauchen, denn die seltsamen Maschinen, an denen man einen großen Teil der Spielzeit verbringt, sind alles andere als leicht zu durchschauen. Tipps finden sich oftmals in Form von Zeichnungen oder Karten, trotzdem sind im Verlauf des Spiels einige beachtliche Kopfnüsse zu knacken.
Neben den seltsamen Apparaturen gilt es, Zeichenbretter zu benutzen. Auf diesen heisst es, bestimmte Symbole mit der Maus zu zeichnen. Wo man welches Zeichen anwendet und wo man diese findet, ist natürlich Teil des Rätsels.
Andere Arten von Knobeleien fehlen auch im neuesten Myst. Ein Inventar sucht man vergebens, vermisst es aber auch kaum, da Myst schon immer mehr damit zu tun hatte, sich gemächlich durch wunderschön gestaltete Landschaften zu bewegen und über Mechanismen zu tüfteln.
Und genau diese Stimmung stellt sich schnell wieder ein. Man wandert nun komplett in 3D durch die Welten, welche ungeheuer fantasievoll gestaltet, von einfallsreichen Kreaturen bevölkert und von ansprechender Musik untermalt sind.