
Nein, nein, nein, nicht schon wieder Armeen über historische Schlachtfelder des Zweiten Weltkriegs schicken. Genau diesen Gedanken hatten wohl auch die Entwickler von Codename Panzers als sie sich an Rush for Berlin machten. Daher hat man es hier mit einem fiktiven Kriegsverlauf zu tun, in dem die Amerikaner zuerst Berlin erreichten und die Deutschen ihre Wunderwaffen einsetzen konnten.
Wie der Titel schon andeutet, geht es dabei keineswegs gemächlich zur Sache. In den Kampagnen der Alliierten, der Russen und Deutschen liefert man sich ein ständiges Rennen gegen die Zeit. Um den Zeitdruck etwas zu entschärfen, bieten einem die abwechslungsreichen Missionen immer wieder Bonusaufträge, mit denen sich die Uhr etwas zurückdrehen lässt. Wer tatsächlich einen ordentlichen Vorsprung vor dem Gegner hat, darf diesen auch im Tausch gegen neue Einheiten zusammenschrumpfen lassen.
Einheiten sind dabei auch das ganz große Thema von Rush for Berlin. Neben Altbekanntem wie dem Sherman oder dem T-34 gibt es auch solch abgefahrenes Kriegsgerät wie den deutschen Megapanzer Maus oder den ersten militärischen Düsenjet. Doch auch die Infanterie hat einiges zu bieten. Da können Panzerbarrieren platziert, Minen gelegt oder Einheiten geheilt werden. Die Offiziere können Luftunterstützung anfordern oder die Moral heben. Dabei sammeln alle Einheiten Erfahrung, so dass es sich lohnt, sie zu schonen.
Wer die teilweise hammerharten Missionen geschafft haben sollte, kann sich anschliessend im Multiplayer austoben. Neben altbekannten Spielmodi gibt es auch so spannende Geschichten wie Risk, bei dem jeder Spieler Aufgaben bekommt, wobei man aber nicht weiss, was die Mitspieler zu tun haben.
Grafisch hat Rush for Berlin gegenüber dem Quasi-Vorgänger Codename Panzers noch einmal gehörig zugelegt. Detailreiche Landschaften, spiegelnde Wasseroberflächen und gigantische Explosionen sorgen für Schlachtenatmosphäre.