
Man braucht sich nur die Vorgeschichte zu Scrapland anzugucken, um zu bemerken, dass hier mit durchgeknallten Ideen nicht gespart wurde. In der Zukunft hat die Menschheit die Erde vollkommen vergiftet und ist geflüchtet. Inzwischen haben Roboter hier eine gigantische Stadt für sich errichtet. Die Sterblichkeit ist praktisch abgeschafft worden, da Bischöfe die Baupläne aller Roboter verwalten.
So ein skurriler Hintergrund darf natürlich nicht in ein simples Spielprinzip gepackt werden. Stattdessen bewegt man sich in der gigantischen Welt, nimmt Aufträge an, verwandelt sich, löst kleinere Rätsel und liefert sich actionreiche Kämpfe. Doch eines nach dem anderen.
Als D-Tritius muss man bei seiner Ankunft gleich erfahren, dass einer der Bischöfe getötet wure. Bevor er sich allerdings dem Mörder widmen kann, muss er zuerst an sich selbst denken. Ganz wichtig ist natürlich das Aufbohren des Raumschiffs. Denn was anfangs eher einer fliegenden Seifenkiste gleicht, soll später ein waffenstarrendes Monstrum werden. Seltene Baupläne- und teile erhält man unter anderem während der Missionen. Leider hapert es hier etwas an Abwechslung, da es oft genug nur um Hol- oder Bringaufträge geht.
Ein weiteres sehr wichtiges Element ist die Möglichkeit, sich zu verwandeln. Als Polizeiroboter kann man Absperrungen überwinden, als Banker anderen das Geld aus der Tasche ziehen. Besonders lustig: Als Beamter hat man standesgemäß die Möglichkeit, die Zeit zu verlangsamen.
Die Welt von Scrapland ist wirklich riesig. Daher ist man nicht nur mit dem Schiff und zu Fuß unterwegs, sondern kann auch Transportröhren benutzen. Man wird sicherlich einige Zeit brauchen, um sich wirklich zurechtzufinden, dann fühlt man sich in den vielfältig gestalteten Gegenden aber sehr wohl.
Dazu trägt auch die sehr eigene Atmosphäre bei. Alles ist bunt und strotzt vor Einfallsreichtum. Die Roboter gehen ihren Aufgaben nach, Scrapland wirkt wie ein lebendiger Ort. Auch technisch gibt man sich keine Blöße, gerade die sehr schicken Lichteffekte wissen zu überzeugen.