
Obwohl Sonic Videospielkonsolen schon seit Jahrzehnten begleitet, heisst der neueste Ableger der Serie ganz schlicht wieder Sonic The Hedgehog. Vielleicht wollte Sega damit unterstreichen, dass man es hier mit einem Sonic zu tun hat, der ganz auf die ursprünglichen Stärken der Serie setzt - nämlich superschnelles Gameplay.
Spielt man den blauen Igel, fühlt man sich tatsächlich in den ersten Teil zurückversetzt, der damals für das Mega Drive erschien. Zwar erstrahlen die Level in feinstem 3D, doch ansonsten kommt einem vieles bekannt vor. Über Rampen, Bumper, Slides und Beschleunigungsstreifen bewegt man sich rasant durch die Kurse, erledigt zwischendurch mal ein paar Gegner und erhält dafür Ringe. Dabei geht es manchmal dermassen schnell zu, dass man kaum noch Zeit hat, zu reagieren, zumal man teilweise nicht einmal so ohne weiteres abschätzen kann, wo man denn in der Eile als nächstes hinspringen muss. Dadurch muss man einige Stellen öfters angehen, was gelegentlich für Frust sorgt.
Doch neben den anspruchsvollen Hüpfpassagen gibt es noch einiges anderes zu tun. So spielt man neben Sonic auch mit Shadow und Silver. Shadow hat sich auf das Bedienen von Fahrzeugen spezialisiert, Sonics Alter Ego aus der Zukunft Silver hingegen kann per Gedankenkraft Gegenstände bewegen und herumschleudern. Gelegentlich darf man dann auch mal andere alte Bekannte steuern, unter anderem Tails oder Rouge, die alle ihre ganz eigenen Spezialfähigkeiten haben.
Zwischendurch darf man sich auch mal durch Städte bewegen und absolviert kurze Missionen oder löst kleine Denkspielchen. Etwas seltsam fällt gerade hier der Mix aus den den Fantasiefiguren der Sonic-Welt und echten Menschen auf.
Optisch bietet Sonic genau das, was man von einem Spiel der neuesten Generation erwarten würde. Hochauflösende Texturen, enorme Weitsicht und imposante Architektur lassen einen teilweise wünschen, dass das Geschehen nicht ganz so rasant an einem vorbeiziehen würde.