
Einst gab es Gerüchte um einen Spy Hunter-Film. Das Einzige, was davon übriggeblieben ist, scheint der Hauptdarsteller zu sein. The Rock hat sein Äüßeres zur Verfügung gestellt, damit der Spieler ihn in Gestalt von Alex Decker durch Nowhere to Run lenken kann. Dem Mitglied einer internationen Spionage-Organisation wurde sein legendäres Fahrzeug, der Interceptor, gestohlen. Viel mehr Story wird einem auch nicht geboten, stattdessen Action bis zum Abwinken.
Denn bis der Flitzer gefunden wurde, findet man sich hauptsächlich am Finger eines Abzugs wieder. Während man Decker von hinten sieht, gilt es, einen Level-Abschnitt nach dem anderen zu säubern. Das ist niemals wirklich schwer, da sich die Energie in kurzen Ruhepausen wieder von alleine auflädt. Taktisches Vorgehen ist eigentlich nur bei der Frage angebracht, welche Waffe man mit sich führt, denn man kann in jeder Hand nur eine tragen. Sollte einem die Munition ausgehen, darf man handgreiflich werden. Der Faustkampf ist zwar wenig ausgefeilt, aber mit Betäubungs- und Finishingschlägen effektiv. Kleinere Rätsel und Nebenaufträge sollen den Spielablauf auflockern, täuschen jedoch nicht darüber hinweg, dass die Shooter-Level nur gelegentlich wirkliche Spannung vermitteln.
Doch irgendwann hat man dann seinen Interceptor wieder und darf im Auto, im Boot oder auf dem Motorrad die Bösewichte jagen. Diese Sequenzen machen zwar Spaß, bieten allerdings nichts, was die Vorgänger nicht auch schon so umsetzten.
Grafisch sollte man sich auf keine großen Überraschungen einstellen. Die Explosionen sind nett anzusehen und immerhin wechseln die Locations häufiger. Grundsätzlich wirkt die Optik aber nicht mehr ganz zeitgemäß, worüber auch die trockenen Sprüche von The Rock nicht ganz hinwegtäuschen können.