
Passionierte Rollenspieler, die auch unterwegs auf ihre Kosten kommen wollen, standen auf der PSP bisher mit ziemlich leeren Händen da. Tales of Eternia behebt diesen Mißstand mehr als ordentlich.
Da es sich um einen japanischen Vertreter des Genres handelt, wird man mit einem schicken Anime-Video begrüsst. Das sieht so gut aus, dass man sich auch während des Spiels durchaus noch ein paar mehr Zwischensequenzen gewünscht hätte. Macht aber nichts, kriegt man doch dafür wunderschön gezeichnete Hintergrundgrafiken geboten, die zeigen, dass 2D nicht veraltet wirken muss.
So wachsen einem die Welt und die wunderschön gestalteten Charaktere schnell ans Herz. Das liegt nicht zuletzt an der dramatischen Story. Farah und Reid stossen auf ein abgestürztes Raumschiff, welches ein Mädchen enthält, deren Sprache sie aber nicht verstehen. Nachdem sie einen Übersetzer gefunden haben, müssen sie herausfinden, dass ihre Welt bald mit einem anderen Planeten kollidiert.
Auf ihrem Weg zu einer Lösung des Problems gilt es, sich durch verwinkelte Dungeons zu schlagen, kleinere Rätsel zu lösen und vor allem Kämpfe auszutragen. Diese laufen nicht wie gewohnt rundenbasiert, sondern in einer Seitenansicht in Echtzeit ab. Dabei steuert man Reid, die Mitstreiter befehligt der Computer. Trotzdem kommt etwas Taktik auf, da man einstellen kann, welche Angriffe die Teamkameraden nutzen, welche Formation man einnimmt und welche Attacken man selbst einsetzt.
In den Städten findet man selbstverständlich auch Shops sowie jede Menge Leute, mit denen man sprechen kann. Ausserdem trifft man gelegentlich auf einen mysteriösen Koch, der einem Rezepte zur Steigerung der Gesundheit und der Magie gibt. Neben der angenehmen, aber unauffälligen Musik gibt es noch etwas Sprachausgabe, wie das restliche Spiel aber nur auf Englisch.