
Obwohl Tony Toughs erster Auftritt auch vor drei Jahren bereits technisch vollkommen veraltet wirkte, hat er unter Adventure-Fans einen guten Ruf. Er war lustig, größtenteils logisch und richtig schön klassisch aufgemacht. Da haben sich die Entwickler also hingesetzt und dachten sich, dass sie neben den bekannten Tugenden bei der Fortsetzung auch mit einer schickeren Grafik punkten können.
Da fällt dann auch gleich auf, dass Tony auf einmal in 3D erstrahlt, glücklicherweise aber immer noch mit der Maus über zweidimensionale Hintergründe dirigiert wird. Und obwohl das kleine Dörfchen Washington mit 21 Einwohnern wahrlich weit entfernt von der Hauptstadt Amerikas ist, gibt es mehr als genug Bildschirme zu durchwandern.
Tonys Probleme sind zu Anfang ganz simpler Natur. Er verschläft, verpasst seinen Schulbus und muss deswegen nachsitzen. Auf was für eine Idee kommt der findige Schüler da? Richtig, er verschluckt einfach eine Kröte und wird daraufhin ins Krankenhaus befördert. Nicht unbedingt das, was einem als erstes einfällt und so muss man teilweise schon ziemlich um die Ecke denken, um im Spiel weiterzukommen.
Erschwerend kommt hinzu, dass Komfortfunktionen fehlen. Weder sieht man auf Knopfdruck alle benutzbaren Gegenstände, noch werden einem die Laufwege durch eine Karte oder eine Rennfunktion verkürzt.
Was einen motiviert, das eh nicht allzulange Adventure doch durchzuspielen, sind die gekonnten Sprüche von Tony und seinen Freunden. Prominente Sprecher wie Herbert Feuerstein sorgen dafür, dass es viel zu lachen gibt. Und auch die Animationen und Zwischensequenzen sind durchaus gelungen, auch wenn sie sich leider etwas zu häufig wiederholen.