
Wer den Film gesehen hat, wird sich kaum wundern, dass innerhalb kürzester Zeit eine Versoftung nachgeschoben wurde, da die Vorlage selbst schon wie ein Videospiel wirkt. Eine solch kurze Entwicklungsdauer führt allerdings gerade bei einer Filmumsetzung meistens dazu, dass nur ein höchst durchschnittliches Spiel dabei herauskommt. Das ist bei Van Helsing glücklicherweise anders, denn auch wenn es keinen Meilenstein der Spielegeschichte darstellt, kann es sich im Actiongenre recht gut behaupten.
Grundsätzlich durchlebt der Spieler die Geschehnisse des Filmes, wobei den einzelnen Schauplätzen etwas mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. Die Geschichte wird in Zwischensequenzen erzählt, die allerdings extra für das Spiel neu erstellt wurden. Doch der Hauptaspekt liegt natürlich nicht auf der Story, sondern auf der Nonstop-Action. Van Helsing hat ein reichhaltiges Arsenal an Waffen, welches im späteren Verlauf des Spiels deutlich über das aus dem Film bekannte hinausgeht. Seine Seilpistole darf da auch nicht fehlen, mit der er sich nicht nur durch die Level hangelt, sondern auch Gegner an sich heranziehen kann.
Ein weiteres wichtiges Element sind die Moves. Gegner hinterlassen nach ihrem Ableben grüne Kugeln, für die man zwischen den Abschnitten neue Bewegungen erlernen kann. Im Zusammenspiel mit den Waffen und dem Seil wird das Spiel dann zu einer Actionchoreographie, die gerade gegen die Endgegner richtig Spass macht. Denn natürlich darf man nicht nur gegen Frankensteins Monster, sondern später auch gegen Dracula antreten. Das Vergnügen ist allerdings ein kurzes. Nach maximal 10 Stunden ist man durch, viel länger hält das simple Spielprinzip allerdings auch nicht vor.
Grafisch kann Van Helsing mit atmosphärischen Schauplätzen punkten. Mit Effekten wird dafür gegeizt, so dass sich das Spiel letztlich als visuell etwas bieder präsentiert.