
Den Suchtfaktor von Wario Ware kann jeder bestätigen, der die höchst unterhaltsame Minispiel-Sammlung mal auf dem Gameboy Advance oder Nintendo DS spielen konnte. Und dank der intuitiven Steuerung ist das auf dem Wii keineswegs anders.
Dabei hat sich am Spielprinzip nicht viel geändert. In Diamond City warten diverse skurrile Charaktere mit ihren ebenso abgefahrenen Hintergrundgeschichten darauf, den Spieler zu einer Reihe von spaßigen Spielchen herauszufordern. In beeindruckenden 200 Varianten müssen Besen balanciert, Hula Hoop getanzt oder Becher ausgetrunken werden. Dabei muss der Wiimote immer unterschiedlich gehalten und benutzt werden. Die 19 Möglichkeiten werden kurz erläutert und dank einprägsamer Namen wie Regenschirm oder Fernbedienung leicht verinnerlicht.
Bei allen Herausforderungen hat man drei Fehlversuche. Am Ende der Minispielchen steht immer ein etwas längerer Bosskampf, der länger als die üblichen paar Sekunden geht. Mit der Zeit schaltet man so auch jederzeit auswählbare Spiele frei, bei denen es gilt, immer neue Highscores zu knacken. Im Endlos-Turm muss der Wiimote wie ein Tischtennisschläger benutzt werden, bei BlockStar Formen gestapelt werden, ohne dass diese in sich zusammenfallen. Natürlich lassen sich aber auch die bereits gespielten Minispielchen frei wählen.
Wer alle Herausforderungen bestanden hat, darf endlich im Multiplayer-Modus antreten. Da darf man nicht nur gegeneinander darten, sondern sich auch bei den Spielen aus dem Einzelspieler-Modus messen. Gewinner ist, wer am wenigsten Fehler macht.
Wario Ware: Smooth Moves hat einen sehr eigenwilligen Grafikstil. Während einige Spiele recht schick aussehen, wirken andere eher wie von Kindern gezeichnet. Insgesamt macht aber gerade das den Charme des Spiels aus, ebenso wie die treibende Gaga-Musik.