
Ys gehört zu den ältesten Rollenspielserien auf Konsolen überhaupt. Bis heute hat man sich keinen großartigen Experimenten hingegeben und somit wirkt das Spieldesign von The Ark of Napishtim herrlich altmodisch, was sich auch in dem gänzlich traditionellen Rollenspielsystem aus simplen Statistiken und Erfahrungspunkten ausdrückt.
Doch zuerst zur Story. Nachdem Adol Christin während einer Seeschlacht von Bord ging, findet er sich auf einer Insel wieder. Diese ist von einem riesigen Seestrudel umgeben, welcher das Entkommen unmöglich macht. Und so existieren die Einwohner des Eilands friedlich neben anderen Gestrandeten. Trotzdem gibt es natürlich auch auf dieser Insel Geheimnisse zu entdecken und viele Monster zu bekämpfen.
Besagte Kämpfe laufen in Echtzeit ab und sind recht simpel gehalten. Auch in Sachen Inventar wird man nicht überfordert, die Anzahl zu erwerbender Gegenstände ist übersichtlich gehalten. Das Spiel legt mehr Wert auf das Upgraden und den richtigen Einsatz der einzelnen Waffen.
Die Gegner sind trotz ihres oftmals harmlosen Aussehens nicht ohne. In einem neuen Abschnitt kann es durchaus vorkommen, dass man schnell überwältigt wird und daher zuerst wieder flüchtet, um Adol noch ein paar Erfahrungslevel hochzupowern. Besonders hart sind die Endgegner, die sehr fantasievoll gestaltet sind und abwechslungsreiche Taktiken benutzen.
Die Präsentation von Ys verlässt sich vor allem auf die sehr stimmungsvolle Grafik, weniger auf ausgefeilte Technik. Alles ist liebevoll ausgestaltet, Anime-Fans werden insbesondere an den erstklassigen Charakter-Porträts ihre Freude haben. Die Hintergrundmusik fügt sich dabei gut in die märchenhafte Stimmung ein.